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14.02.2019 15:10
von Florian Abt
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Kann der Ertrag durch eine angepasste Schardruckeinstellung beim Säen beeinflusst werden?

Ergebnisse aus dem Zuckerrübenversuch 2018 auf der Swiss Future Farm in Tänikon

In der Saison 2018 sind wir auf der Swiss Future Farm der Frage nachgegangen, ob wir durch eine Variation des Schardrucks bei der Zuckerrübenaussaat einen Effekt auf den Ertrag feststellen können. Zudem untersuchten wir die Auswirkungen unterschiedlicher Ablagetiefen sowie einer erhöhten Saatstärke auf den Ertrag.

Zur Versuchsdurchführung wurde ein Sämaschinen-Prototyp der amerikanischen Firma Precision Planting eingesetzt. Die Sämaschine verfügt über einen Drucksensor, auf dessen Basis der Schardruck automatisch an die aktuellen Bodengegebenheiten angepasst wird. Bei stärker verdichtetem oder schwerem Boden wird der Schardruck erhöht, bei einem leichteren Boden wird der Schardruck reduziert. Auf diese Weise kann laut Hersteller ein homogeneres Auflaufen der Bestände, sowie eine konstante Ablage des Saatguts bei minimaler Verdichtung der Saatfurche erreicht werden.

Auf der Swiss Future Farm haben wir nun untersucht, ob sich die theoretischen Überlegungen auch in der Praxis bewähren und legten dazu einen Streifenversuch an. Der Versuch wird nachfolgend dokumentiert.

 

Abbildung 1: Precision Planting Sämaschine bei der Aussaat am 7.4.2018 auf der Parzelle Altkloster in Tänikon

Abbildung 2: Versuchsanordnung auf der Parzelle Altkloster: 1: Automatischer Schardruck (SD), 2: Maximaler Schardruck (SD), 3: Minimaler Schardruck (SD), 4: Saattiefe 1cm, 5: Saattiefe 4cm, 6: Saattiefe 6.5cm, 7: Erhöhte Saatstärke 150'000 Körner/ha

Regelmässiges Auflaufen bei hohem Schardruck

Die Kulturmassnahmen auf den 7 Versuchsstreifen waren einheitlich. Die Gesamtdüngergaben lagen bei 86.4 kg N/ha. Die Saatstärke auf den untersuchten Versuchsstreifen lag bei 100'000 Körner/ha. Weiter wurde zu Versuchszwecken auch noch ein Streifen mit einer erhöhten Saatstärke von 150'000 Körner/ha gesät. Der Standort zeichnet sich durch eher tonhaltige Böden aus und auch im trockenen Sommer 2018 konnte man in Tänikon immer wieder Sommerniederschläge verzeichnen. Die Jahresniederschlagssumme lag 2018 mit ca. 800 mm bei rund 75% des langjährigen Mittelwerts. In Abbildung 3 ist der Versuchstreifen 1 dargestellt, der mit der betriebsüblichen Ablagetiefe von 2.5 cm gesät wurde. Der Schardruck wurde automatisch basierend auf den vom Drucksensor gemessenen Werten laufend angepasst. Es zeigt sich, dass die Rüben innerhalb des Versuchsstreifens regelmässig aufgelaufen sind. In Abbildung 4 ist der Versuchsstreifen 2 dargestellt, der auch auf 2.5 cm gesät wurde. Hier wurde der Schardruck konstant auf den maximalen Druck von 27.5 bar eingestellt. Auch in diesem Versuchsstreifen sind die Rüben sehr regelmässig aufgelaufen.

Abbildung 3: Versuchsstreifen 1: Automatischer Schardruck bei 2.5cm Ablagetiefe

 

Abbildung 4: Versuchsstreifen 2: Maximaler Schardruck von 27.5 bar bei 2.5cm Ablagetiefe


Abbildung 5 zeigt den Versuchsstreifen 3, in welchem die Rüben mit minimalem Schardruck von 0 bar auf 2.5 cm Tiefe gesät wurden. Die Rüben sind in dieser Teilparzelle sehr schlecht und unregelmässig aufgelaufen. Der Versuchsstreifen musste zu einem späteren Zeitpunkt nachgesät werden.

Abbildung 5: Versuchsstreifen 3: Die Zuckerrüben laufen bei minimalem Schardruck von 0 bar nur vereinzelt auf.

Auswirkungen des Schardrucks auf die Erträge

Die Ertragserfassung wurde streifenweise je Versuchsparzelle durchgeführt. Jeder einzelne Streifen wurde gerodet, in den Kipper geladen und auf der Brückenwaage gewogen. Die Rüben waren generell nur leicht verschmutzt, dennoch wurden vom gemessenen Ertrag nochmals 7% Schmutzanteil abgezogen.

In Diagramm 1 wird veranschaulicht, dass im Versuchsstreifen, der mit einem maximalen Schardruck von 27.5 bar gesät wurde, der höchste Ertrag erzielt werden konnte. Dies obwohl man beim Auflaufen der Rüben noch keine Unterschiede zu den Verfahren mit automatischem Schardruck feststellen konnte. Die doch sehr trockene Witterung hat dieses Verfahren sicherlich begünstigt. Das Verfahren mit maximalem Schardruck hat dementsprechend besser abgeschnitten als die Verfahren, in welchen der Schardruck automatisch aufgrund von Sensormesswerten angepasst wurde. Dieses Resultat ist mit Vorsicht zu geniessen, da ein zu hoher Schardruck im Normalfall zu einer stärker verdichteten Furche führen kann und damit die Wurzelentwicklung der Pflanze gehemmt wird. In kommenden Versuchen werden wir die Untersuchung wiederholen.

Der Ertrag des Verfahrens mit einem minimalen Schardruck von 0 bar konnte nicht ausgewertet werden, da aufgrund des schlechten Auflaufens des Bestandes innerhalb des Streifens nachgesät wurde. Weiter zeigte sich, dass in diesem trockenen Jahr ein tieferes Ablegen des Saatguts von Vorteil war. Bei jeweils automatisch reguliertem Schardruck zeichnen sich die Verfahren mit 4 cm respektive 6.5 cm Ablagetiefe durch höhere Erträge aus als die betriebsübliche Ablagetiefe von 2.5 cm.

Auch stellte sich heraus, dass das Verfahren mit einer erhöhten Saatstärke von 150'000 Körner/ha einen vergleichsweise hohen Ertrag erzielte.

In der Saison 2019 werden wir auf der Swiss Future Farm die Untersuchungen zu Schardruck, Ablagetiefe und Saatmengen in den Kulturen Zuckerrüben und Silomais weiterführen und zudem untersuchen, wie sich die Gabe einer Unterfussflüssigdüngung auf die Entwicklung der Zuckerrüben im Jugendstadium auswirkt.

 Diagramm 1: Erträge (in dt) auf den verschiedenen Versuchsstreifen

 

Autoren:

Florian Abt, Projektmanager Swiss Future Farm, BBZ Arenenberg

Hanspeter Hug, Ackerbauberater, BBZ Arenenberg

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