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10.12.2018 18:15
von Florian Abt
(Kommentare: 0)

Beobachtungen aus der Luft – Nutzen Sie ein aktuelles Luftbild und profitieren Sie von Erkenntnissen aus dem Trockenjahr 2018

Nebst den grossen acker- und futterbaulichen Herausforderungen hat uns die Trockenheit in diesem Jahr einmal mehr auch die Bedeutung des Einflusses unterschiedlicher Böden zu Tage getragen. Die grösstenteils schweren tonhaltigen Böden bei uns auf der Swiss Future Farm in Tänikon waren für einmal ein grosser Vorteil, da die Feuchtigkeit im Boden auch während der langen Trockenperiode gespeichert werden konnte. Besonders in den Zuckerrüben haben sich die Bodenunterschiede innerhalb des Schlages sehr gut bemerkbar gemacht. An Stellen mit eher leichtem Boden haben die Rüben im Feld deutlich stärker unter der Trockenheit gelitten als an den Stellen mit schwererem Boden. 

Das Extremjahr 2018 aus der Vogelperspektive

Die Einflüsse der Trockenheit, die man heuer im Feld im Detail erkennen konnte, lassen sich über den Satelliten noch deutlicher und flächendeckender beobachten. Im kostenlosen und bekannten Programm Google Earth (siehe Beschreibung unten) kann man sich seinen Betrieb aus der Luft anschauen. Die Luftbilder sind in der Regel max. 2 Jahre alt. Kürzlich wurde für weite Teile des Thurgaus ein aktuelles Luftbild vom 31.7.2018 bereitgestellt, auf welchem man die Trockenheit mit aller Deutlichkeit erkennen kann. Ein grosser Vorteil im Vergleich zu anderen verfügbaren Satellitenbildern ist die hohe Auflösung dieser Aufnahme. In Abbildung 1 sieht man den Vergleich für das Gebiet um Aadorf TG zwischen dem Sommer 2012 und 2018. Das satte grün aus 2012 wich im Jahr 2018 vielen bräunlichen Flächen.

Abbildung 1: Auch das Luftbild zeigt die Auswirkung des ausgebliebenen Regens. Ein Vergleich zweier Luftbilder aus dem Gebiet um Aadorf TG. Linkes Bild: 31.7.2018, rechtes Bild: 19.08.2012. Die weissen Umrisse zeigen die Flächen der Swiss Future Farm.

Abbildung 1: Auch das Luftbild zeigt die Auswirkung des ausgebliebenen Regens. Ein Vergleich zweier Luftbilder aus dem Gebiet um Aadorf TG. Linkes Bild: 31.7.2018, rechtes Bild: 19.08.2012. Die weissen Umrisse zeigen die Flächen der Swiss Future Farm.

Die Zuckerrüben litten am leichten Standort stärker

Nebst der grossflächigen Analyse der Vegetation lassen sich über das Luftbild aber auch die Unterschiede innerhalb der Schläge sehr gut beobachten. Vor allem in Trockenphasen machen sich bodenbedingte Faktoren sehr gut aus der Luft bemerkbar. Daher ist 2018 ist ein perfektes Jahr um die Kulturen auf dem Betrieb aus der Luft zu analysieren.

In Abbildung 2 ist die Parzelle Altkloster in Tänikon zu sehen, auf welcher in diesem Jahr Zuckerrüben angebaut wurden. Auf dem Satellitenbild zeigt sich, an welchen Stellen die Rüben aufgrund der Trockenheit stärker gelitten haben. Es sind dies die mittigen Stellen im westlichen Drittel des Schlages. Zur Info: Der braune Streifen innerhalb des Feldes ist ein eigens für Besichtigungen angelegter Grünstreifen.

Die Beobachtungen decken sich mit der Einschätzung der langjährigen Betriebsmitarbeitenden auf dem Betrieb in Tänikon und auch mit dem groben historischem Bodenkartenmaterial aus den 70er Jahren, welches von Agroscope Reckenholz erstellt und auf der Swiss Future Farm im letzten Jahr digitalisiert wurde.

Abbildung 2: Luftbild vom 31.7.2018. Auf den leichten Stellen innerhalb des Schlages haben die Rüben in diesem Jahr stärker gelitten.

Abbildung 2: Luftbild vom 31.7.2018. Auf den leichten Stellen innerhalb des Schlages haben die Rüben in diesem Jahr stärker gelitten.

Abbildung 2: Luftbild vom 31.7.2018. Auf den leichten Stellen innerhalb des Schlages haben die Rüben in diesem Jahr stärker gelitten.

Abbildung 3: Die historische Bodenkarte aus dem Jahr 1977 zeigt die Unterschiede innerhalb der Parzelle und deckt sich mit den Beobachtungen aus dem Luftbild.

Nebst den Beobachtungen von noch stehenden Kulturen wie Zuckerrüben oder Mais, kann das Luftbild auch zur Beurteilung der zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits geernteten Getreideflächen genutzt werden. In Abbildung 4 haben wir die Fläche Rüedimoos aufgrund des Luftbildes in verschiedene Bodenzonen aufgeteilt. Die stark dunkle Fläche innerhalb des grünen Polygons widerspiegelt eine moorige Fläche innerhalb des Schlages. Auch hier haben wir die Beobachtungen mit der historischen Bodenkarte (Abb. 5) verglichen und sehen im Allgemeinen eine gute Übereinstimmung der zwei Datensätze.

Abbildung 4: Heterogene Parzelle Rüedimoos nach der Weizenernte

Abbildung 4: Heterogene Parzelle Rüedimoos nach der Weizenernte

Abbildung 5: Bodenkarte aus dem Jahr 1977 zeigt die Bodenunterschiede innerhalb der Parzelle Rüedimoos

Abbildung 5: Bodenkarte aus dem Jahr 1977 zeigt die Bodenunterschiede innerhalb der Parzelle Rüedimoos

Was kann ich mit den Erkenntnissen machen?

Nebst der Tatsache, dass der Blick auf die Flächen aus der Vogelperspektive immer interessante Erkenntnisse verspricht, haben Sie mit dem Luftbild vom 31.7.2018 ein tolles und einfaches Werkzeug zur Hand um bodenbedingte Unterschiede innerhalb einer Parzelle ausfindig zu machen. Das Bild wurde zu einem idealen Zeitpunkt aufgenommen, da einerseits Probleme in Kulturen wie Mais und Zuckerrüben noch ersichtlich sind und das Getreide bereits geerntet wurde. Aufgrund der diesjährigen Trockenheit treten bodenbedingte Unterschiede in der Fläche sehr gut zu Tage und man hat die Möglichkeit aus der Luft eine grobe Bodenzonierung vorzunehmen. Diese Bodenzonierung ist ein erster Schritt in Richtung Präzisionslandwirtschaft, da sie die Basis für die teilflächenspezifische Bearbeitung bei der Düngung oder Aussaat bildet. Ein Schlüsselelement für die Bodenzonierung bildet auf jeden Fall die langjährige Erfahrung durch den Betriebsleiter oder die Betriebsleiterin. Ein Luftbild dient ergänzend um die Zonen klar von einander abzugrenzen und geografisch zu erfassen.

Ein weiterer Praxistipp:

Verlangen Sie von Ihrem Lohnunternehmer (falls technisch ausgerüstet) im nächsten Jahr eine Ertragskarte vom Mähdrescher und vergleichen Sie die unterschiedlichen Erträge innerhalb der Fläche mit den Zonen, die Sie über das Google Luftbild erkennen können. So sehen in einem ersten Schritt, wie stark sich der Boden im Ertrag widerspiegelt. In einem trockenen Jahr werden die Effekte des Bodens deutlich stärker sein.  

Wie kann ich die Bilder nutzen?

Das Programm Google Earth kann kostenlos für jeden Windows-PC oder Mac heruntergeladen werden.

Der Download-Link findet sich auf folgender Seite:

https://www.google.ch/earth/

 

Ankündigung: Weitere interessante Tipps und Tricks rund um digitale Hilfsmittel in der Landwirtschaft wie z.B. digitale Dokumentationslösungen zeigen Ihnen Christian Strub und Florian Abt vom BBZ Arenenberg am 28.02.19 um 13:30 Uhr im Kurs «Digitale Hilfen für die Landwirtschaft» auf der Swiss Future Farm in Tänikon.

Gerne nehmen wir Ihre Anmeldung entgegen:

info@arenenberg.ch

+41 58 345 81 00

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